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Eigene Recherche · AI Act Art. 50

Welche KI-Tools kennzeichnen ihre Ausgaben?

Ab dem 02. Dezember 2026 müssen Anbieter generativer KI ihre Ausgaben maschinenlesbar als KI-Erzeugnis markieren. Wir haben 28 Tools durchgesehen: 4 machen dazu eine öffentliche Aussage, 24 nicht.

Recherchestand: 15. August 2026 · Wie wir das erheben · Eigene Datei prüfen

28Tools im Datensatz
4mit öffentlicher Anbieter-Aussage
3setzen C2PA-Metadaten
3setzen ein SynthID-Wasserzeichen (ganz oder teilweise)
Medienart
28 Tools
ToolMedienartC2PA-MetadatenWasserzeichen (SynthID)Beleg
DALL·E 3 (ChatGPT / API)BildJaJaAnbieter-Doku · geprüft am 2026-08-15
ElevenLabsNur Text-to-Speech im kostenlosen Tarif; Ausweitung auf alle Audio-Ausgaben angekündigt.AudioJaTeilweiseAnbieter-Doku · geprüft am 2026-08-15
Adobe FireflyBildJaKeine AngabeAnbieter-Doku · geprüft am 2026-08-15
Google Flow (Veo)VideoUnklarJaAnbieter-Doku · geprüft am 2026-08-15
Canva AIBildKeine AngabeKeine Angabe
CaptionsVideoKeine AngabeKeine Angabe
DescriptAudioKeine AngabeKeine Angabe
Hailuo AIVideoKeine AngabeKeine Angabe
HeyGenVideoKeine AngabeKeine Angabe
IdeogramBildKeine AngabeKeine Angabe
InVideoVideoKeine AngabeKeine Angabe
Kling AIVideoKeine AngabeKeine Angabe
KreaBildKeine AngabeKeine Angabe
Leonardo.aiBildKeine AngabeKeine Angabe
Luma Dream MachineVideoKeine AngabeKeine Angabe
MagnificBildKeine AngabeKeine Angabe
MidjourneyBildKeine AngabeKeine Angabe
Murf.aiAudioKeine AngabeKeine Angabe
PhotoroomBildKeine AngabeKeine Angabe
PikaVideoKeine AngabeKeine Angabe
Play.htAudioKeine AngabeKeine Angabe
RecraftBildKeine AngabeKeine Angabe
RunwayVideoKeine AngabeKeine Angabe
Stable DiffusionBildKeine AngabeKeine Angabe
SunoAudioKeine AngabeKeine Angabe
SynthesiaVideoKeine AngabeKeine Angabe
UdioAudioKeine AngabeKeine Angabe
VEED.ioVideoKeine AngabeKeine Angabe
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Das Briefing zur Kennzeichnungspflicht

Was Art. 50 wirklich verlangt und was nicht, die geprüften Anbieter-Aussagen im Wortlaut und ein Handlungsleitfaden bis zum 2. Dezember 2026. Wir schicken dir den Link per E-Mail.

Beides freiwillig — das Briefing bekommst du auch ohne.

Wir nutzen deine Adresse, um dir den Link zu schicken. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Die reinen Daten brauchen keine Anmeldung: CSV direkt herunterladen.

Einordnung

Nein, du musst nicht jeden KI-Text kennzeichnen

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des AI Act — und seitdem kursiert die Vorstellung, ab sofort müsse jeder mit KI erzeugte Satz ein Etikett tragen. Das steht so nicht im Gesetz. Art. 50 unterscheidet sauber zwischen zwei Adressaten und mehreren Fällen:

Anbieter generativer Systememüssen ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren (Metadaten, Wasserzeichen). Übergangsfrist für Bestandssysteme: 2. Dezember 2026. Genau das erfasst die Tabelle oben.
Betreiber von Chatbotsmüssen offenlegen, dass Menschen mit einer KI sprechen — außer es ist ohnehin offensichtlich.
Deepfakesalso täuschend echte Bild-, Audio- oder Videoinhalte von realen Personen, Orten oder Ereignissen, müssen als künstlich erzeugt ausgewiesen werden.
Texte von öffentlichem Interessemüssen offengelegt werden, wenn sie ohne menschliche Prüfung und ohne redaktionelle Verantwortung veröffentlicht werden.
Nicht erfasstsind interne Dokumente sowie Inhalte, bei denen ein Mensch redaktionell prüft und die Verantwortung übernimmt — KI als Werkzeug im Arbeitsablauf löst für sich genommen keine Kennzeichnungspflicht aus.

Keine Rechtsberatung. Diese Seite gibt den Stand unserer Recherche wieder und ersetzt keine juristische Prüfung des Einzelfalls. Maßgeblich ist der Verordnungstext.

Steckt in deiner Datei eine Kennzeichnung?

Unser kostenloser Prüfer liest die C2PA-Metadaten aus einem Bild, Video, Audio oder PDF — ohne Anmeldung und ohne Upload: Die Datei wird ausschließlich in deinem Browser gelesen.

Datei prüfen
Methodik

Wie dieser Datensatz entsteht

Für jedes Tool suchen wir die öffentliche Dokumentation des Anbieters — Hilfe-Center, Produktseite, Blog-Ankündigung — und tragen ein, was dort tatsächlich steht. Jede Angabe außer „keine Angabe" trägt eine Quell-URL und ein Prüfdatum. Wo nichts zu finden ist, bleibt das Feld leer.

Was die Statuswerte bedeuten

JaDer Anbieter sagt öffentlich, dass er seine Ausgaben so kennzeichnet. Quelle verlinkt.
TeilweiseDie Kennzeichnung greift nur für bestimmte Ausgaben, Tarife oder Produkte — die Einschränkung steht in der Zeile.
NeinDer Anbieter sagt ausdrücklich, dass er nicht kennzeichnet. Wird nur mit Beleg vergeben.
UnklarEs gibt Aussagen, aber sie decken den Fall nicht eindeutig ab.
Keine AngabeWir haben keine öffentliche Aussage gefunden. Kein Urteil über das Tool.

Grenzen dieser Fassung

  • Diese erste Fassung wertet öffentliche Anbieter-Dokumentation aus. Wir haben die Ausgaben noch nicht selbst gemessen — jede Zeile ist als „Anbieter-Doku" gekennzeichnet, keine als eigene Messung.
  • SynthID-Wasserzeichen können wir nicht unabhängig nachprüfen: Googles Detektor-Portal ist weiterhin auf Journalistinnen, Journalisten und Forschende beschränkt. Die SynthID-Spalte gibt daher ausschließlich Anbieter-Aussagen wieder.
  • C2PA-Metadaten überstehen viele alltägliche Wege nicht — Screenshot, Messenger, Re-Upload, Format-Konvertierung. Eine Datei ohne Metadaten ist kein Beleg für „nicht mit KI erstellt".
  • Anbieter ändern ihre Praxis, gerade jetzt. Jede Angabe trägt ein Prüfdatum; älter heißt unsicherer.

Verwandte Datensätze: KI-Tool-Monitor · Preisindex · Offene Daten

Angabe zu deinem Tool korrigieren? Wir tragen Belege gern nach und korrigieren schnell — schick uns die Quelle über die Kontaktseite. Der Datensatz steht unter CC-BY-4.0 (KI-Radar (ki-radar.net)) und darf frei weiterverwendet werden.

FAQ

Häufige Fragen zur KI-Kennzeichnung

Muss ich jeden mit ChatGPT geschriebenen Text als KI-Text kennzeichnen?

Nein. Art. 50 AI Act verlangt keine pauschale Kennzeichnung aller KI-Inhalte. Die Offenlegungspflicht für Texte trifft KI-generierte Texte, die der Information der Öffentlichkeit dienen und ohne menschliche Prüfung oder redaktionelle Verantwortung veröffentlicht werden. Wer einen Text redaktionell prüft und dafür einsteht, fällt nicht unter diese Pflicht. Für interne Dokumente wie E-Mails oder Besprechungsnotizen gilt sie ohnehin nicht.

Was genau muss ab dem 2. Dezember 2026 gekennzeichnet werden?

Art. 50 Abs. 2 AI Act richtet sich an die Anbieter generativer KI-Systeme: Sie müssen ihre Ausgaben maschinenlesbar als künstlich erzeugt markieren, etwa über Metadaten oder ein Wasserzeichen. Für Systeme, die vor dem 2. August 2026 bereits am Markt waren, endet die Übergangsfrist am 2. Dezember 2026. Diese Pflicht trifft also OpenAI, Google oder Midjourney — nicht die Nutzerinnen und Nutzer dieser Tools.

Reicht ein sichtbarer Hinweis wie „mit KI erstellt"?

Für die Transparenzpflicht der Betreiber gegenüber Menschen kann ein klar sichtbarer Hinweis genügen. Er ersetzt aber nicht die maschinenlesbare Markierung, die die Anbieter generativer Systeme zusätzlich umsetzen müssen. Sichtbares Label und maschinenlesbare Markierung sind zwei getrennte Anforderungen an zwei verschiedene Adressaten.

Warum steht bei so vielen Tools „keine Angabe"?

„Keine Angabe" heißt: Wir haben keine öffentliche Aussage des Anbieters zur Kennzeichnung seiner Ausgaben gefunden. Es heißt ausdrücklich nicht, dass das Tool nicht kennzeichnet. Wir behaupten über kein Unternehmen etwas, das wir nicht belegen können — deshalb bleibt das Feld leer, bis eine Quelle oder eine eigene Messung vorliegt.

Bleibt die Kennzeichnung erhalten, wenn ich ein Bild verschicke?

Oft nicht. C2PA-Metadaten hängen an der Datei und können von Plattformen, Bildbearbeitung, Format-Konvertierungen oder einem Screenshot entfernt werden. Wasserzeichen wie SynthID sind in dieser Hinsicht robuster, weil sie im Inhalt selbst stecken. Eine Datei ohne auffindbare Kennzeichnung ist deshalb kein Beleg dafür, dass sie nicht mit KI erstellt wurde.